25. Juni 2014

Tacheles & ein Instagram-Rückblick


Ich steck grad fest, zwischen Arbeiten, Arbeiten, Arbeiten, Sport - um mal mein Leben in Gang zu bringen, Freunden, Wohnung. Ich pendle also zwischen Wohnung, Arbeit, Laufband, Bar - um mal nen Wein zu genießen, Schlafen. Wohnung, Schwimmhalle, Arbeit, Arbeit, Schlafen. Laufband (oder auch mal 'n Park), Arbeit, Freunde sehen, Schlafen. Dass hier zur Zeit nicht viel passiert (eigentlich GAR NIX) ist eine Ausnahme, habe ich gedacht. Das sollte so auch sein. Als ich im vergangenen Jahr nach Berlin gegangen bin hat sich das Alltagsrad bei mir auf ein mal angefangen zu drehen. Vorher habe ich studiert, bin aber fast nie hingegangen und hatte einen Nebenjob, der eigentlich das einzige war, was mich eventuell mal 4 Tage die Woche gefordert hat. Da hatte ich also von insgesamt 168h die eine Woche hat, abzüglich der grob geschätzten 90h die Woche, die ich mit Schlafen und Arbeiten verbrachte, ganze 78h Zeit, Blogbeiträge zu planen, vorzubereiten und umzusetzen. Ich habe fast meine ganze Freizeit damit verbracht, das Ding hier zu füllen. Daraus ist ein riesiger Schatz für mich geworden, den ich nicht missen möchte.
Doch in letzter Zeit, um genau zu sein seit letzten Oktober, bleiben mir von den 168h die Woche eventuell noch insgesamt 2h übrig, um mich um das lieb gewonnene Stück Blog hier zu kümmern. Bestimmt 1/3 davon verbringe ich damit, mir Bauchschmerzen zu bereiten, in dem ich mir immer wieder sage, Anna - du musst endlich mal wieder was posten. Ob man es glaubt oder nicht, irgendwann bekommt man Bauchschmerzen und weiß, der letzte Beitrag ist nicht nur eine Woche her, nein schon ganze fünf Wochen. Und dann wird es heikel, da stell' (Hallo Apostroph-Mädchen, ich mache es bestimmt wieder falsch, vielleicht sollte ich das irgendwann mal richtig lernen, aber solange schreib ich einfach noch drauf los) ich mir die Frage, soll ich das denn jetzt erzwingen? Merkt das jemand? 
Und die Antwort ist mir ja sofort klar, natürlich nicht. Aber es macht mich immer wieder ganz traurig zu merken, wie turbulent und vollgestopft mein Leben zwar gerade ist, aber wie vollgestopft ich dafür auch mit Inspirationen bin, die einfach keine Zeit haben, rauszukommen.
Und wenn ich dann doch mal unerwartet einen Abend für mich habe, dann klapp ich zusammen wie ein Klappstuhl, setze mich auf den Balkon und genieße die Ruhe, das einzige, was ich dann höre sind die Pflanzen auf meinem Balkon, wenn sie der Wind bewegt, oder die S-Bahn, die aus der Ferne vorbeirauscht. 
Das Schönste aber ist, ich vermisse gerade gar nichts. Ich bin vollkommen bei mir selbst und habe endlich mal das Gefühl, alles läuft auf einer geraden Bahn. Nur loswerden muss ich, dass ich das hier nicht vergessen habe, den Blog, euch Leser, dass ich da jeden Tag mindestens ein mal dran denke und mich ärgere, dass mir die Zeit fehlt, um endlich mal wieder kreativ zu sein. 
Ich habe mir vorgenommen weniger zu arbeiten, pünktlich Feierabend zu machen, vor allem an Wochenenden keine Mails zu checken. Damit ich für all das hier wieder Zeit habe, mit Muße. Früher habe ich immer über die Workaholics gelacht, ich dachte mir immer, ich sei so faul, das würde mir nie passieren.
Und jetzt sitze ich hier und habe genau das erkannt, fleißig sein ist ja super, aber was nützt mir das wenn mir fast der Kopf platzt.

Das alles hier, um zu erklären, warum es hier so ruhig war, um Nachsicht zu bitten, wenn die Beiträge nur alle 2 Wochen kommen, um mich nicht zu vergessen, denn ich hatte eine Weile Winterschlaf und musste selbst erst erkennen, dass man aus 'nem Winterschlaf auch wieder erwachen muss.

Liebst,
Anna

(ab und zu habe ich dann doch mal Zeit um Schönes zu erleben, das wird dann auch gleich fotografiert)














Kommentare:

  1. Sei dir sicher!!! Du wirst nicht vergessen. :-*

    Nimm dir die Zeit die du brauchst um richtig auszubuzzeln, dich zu strecken und aus dem Winterschlaf wieder zu erwachen.
    Aber es ist auf alle Fälle der Wahnsinn, wie einem der Alltag ins Gesicht schlägt. Mit voller Wucht ist man drinnen und fragt sich wo die ganze Zeit hin ist. Nach zwei Jahren Alltag, bin ich immer noch am suchen und finden meiner genauen Balance.

    Liebste Grüße

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    1. danke liebe danane, für die lieben worte. ich wünsche dir auch viel erfolg beim finden deiner balance! das ist ja gar nicht so einfach :)

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  2. Bloggen sollte nicht frustrierend sein! Gerade in Berlin muss man sich manchmal einfach von der Stadt einsaugen lassen, so kann man später mit ganz viel Inspiration wieder auftauchen. Ich werde auch weiterhin hier vorbeischauen :)

    PS: Kommentieren mit Name/URL scheint hier nicht zu funktionieren, kann das sein?

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    1. Nachtrag: geht alles. Ich war wohl noch nicht ganz wach ;)

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    2. das freut mich sehr, danke liebe julia!

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  3. sooo schöne tolle Bilder !!! : ) gruß aus ösiland

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  4. wwie man hier im norden so schön sagt: gar kein stress! :) mach du mal dein ding und du scheinst ja schon was entdeckt zu haben, wo es hakt. berufsmails rufe ich am wochenende auf grundsätzlich nicht ab. ich gehe auch nicht mehr ans telefon, wenn ich krank bin und die nummer nicht kenne. grenzen sind wichtig!
    tschaka!
    liebe grüße,
    jule*

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    1. achso: das musste ich auch alles erst lernen. ;)

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  5. Ich finde es gar nicht schlimm, wenn es mal ruhiger wird. Man kann ja auf Instagram zum Beispiel trotzdem etwas von deinem Leben mitbekommen und ein paar Eindrücke genießen. Und selbst wenn das nicht wäre, wichtig ist doch, dass es dir gut geht und auch wenn man im Stress ist, kann das ja guter Stress sein. Arbeit, uni, Sport, das fordert einen eben alles sehr und wenn man keine Zeit und Lust für den Blog hat, bringt es mMn auch nichts, etwas zu erzwingen. Außer, man möchte gerne mal einen schnellen Beitrag einschieben. Ich finde, jeder sollte es so machen, wie er es für richtig hält, das wird niemand beurteilen und wenn ja, braucht man den als Leser ohnehin nicht ;) Ich würde keinen lieblingsblog aus meiner Leseliste werfen nur weil 2,3,4, oder 18 Wochen kein Post erschienen ist. Das ist mein Senf zum Thema.

    Alles Liebe
    Charlotte

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  6. Ach, mach dir kein Kopf!
    Ich habe gerade einige Blogs entfollowed, weil sie alle paar Stunden irgendwas hingeklatscht haben, was lieblos und vielfach kopiert war - sowas mag ich nicht lesen. Da geht die Qualität über die Quantität!
    Ich mag deinen Blog sehr, egal ob du alle 2 Wochen etwas postest oder jeden Tag!

    Herzliche Grüße,
    Mieze

    und übrigens: Wunderschöne Bilder, die Appetit machen!


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    1. mieze, vielen dank :) das freut mich sehr. auch ich mag lieber beiträge mit sinn, verstand und herz als lieblos unüberlegte posts, nur damit man inhalt hat. danke für den zuspruch :)

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  7. Mach dir keine Sorgen, Kleines. Die doofe Zeit ist bald vorbei und schwupps, scheint die Sonne und wir sitzen auf deinem Balkon, schlürfen Drinks und reden über Zahnoperationen <3

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  8. Schöne Bilder und wat für ein Text. Da musste ich mich grad sehr konzentrieren ob der Fülle ;o). Machst Du aber alles alles alles richtig. Und lieber was zum lesen in grösseren Abständen aber mit Herz (und Verstand) als pillepalle. in diesem sinne - bitte so weitermachen - alles wird gut!

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  9. Oh. Und auf einmal war mein Kommentar weg. Dann nochmal:
    Tolle Bilder und whoooowooo viel Text. Da musste ich mich erstmal konzentrieren. Aber ist doch alles schick, läuft doch alles super. Und ja, ich lese auch lieber deine Postings, die unregelmässig kommen als die hingepfefferten...denn die gibts irgendwie leider auch wie Sand am Meer.
    Sei lieb gegrüsst und weitermachen!

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    1. danke frau m! ich grüße dich ganz lieb zurück. weiß die worte sehr zu schätzen :)

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  10. Arbeit ARbeit... das kenne ich. Und meine macht mir aufgrund meiner Vorgesetzten absolut keinen Spass aktuell. Deshalb heißt es Bewerben - was ja auch arbeit ist :(

    Deine Impressionen sind sehr hübsch.

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    1. danke du, dann viel erfolg bei dir aber beim bewerben, und starke nerven, das wird schon!

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  11. oh, deine gedanken und das ganze drumherum kann ich nur allzugut nachvollziehen. ich hoffe ich übernehme dabei auch ein stück rausgelesene gelassenheit von dir - denn mich stresst es nach wie vor alles unter einen hut (mehr als-) vollzeitarbeit/blog/das leben an sich zu bekommen ohne mintlametta zu vernachlässigen. sei dir sicher - ich werde weiter hier vorbeischauen und freue mich über jede zeile, jedes foto von dir, wann auch immer der nächste post folgen wird. liebste grüße - julia

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  12. Dass Dir das auch so ergeht... nach Beendigung meines Studiums und während meines erstens Jobs - und, ja, auch jetzt gerade wieder während des ersten Jahres meines zweiten Jobs, merke ich immer deutlich, wieviel weniger Zeit ich habe und wie fleißig ich eigentlich wirklich bin, is manchmal wirklich kaum zu glauben ; ) Aber es muss auch ganz dringend wieder kurze Arbeitstage geben - es gibt da draußen noch so viel mehr! Und genau dahin bewege ich mich gerade, was sehr schön ist und ich Dir auch wünsche. Herzlich, Julika

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  13. Ich bleib dir auch treu :) hier und auf instagram :)

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  14. Meine liebe Anna, ich muss dir dringend eine Nachricht schreiben, denn: Du hast mit diesem Post das letzte Fünkchen Lust geweckt und Mut gegeben, meinen "alten" neuen Blog wieder aufleben zu lassen. Schon vor ein, zwei Jahren hat er existiert. Doch hab ich mir viel zu viele Gedanken über Kommentare, tolle neue inhaltliche Ideen und Layout gemacht, sodass ich irgendwann um mich selbst zu beruhigen beschlossen habe den Blog zu löschen. Wie lang hab ich es ausgehalten? Ein Jahr. Und doch kitzelte es mich in den Fingern und ich habe schon länger mit dem Gedanken gespielt "lockenliebe" wieder aufzuwecken. Danke für deine Gedanken, du zeigst mir einmal mehr, dass es nicht nur mir so geht und dass nicht immer alles glatt laufen muss. Ich schreibe den Blog in erster Linie für mich - und freue mich, wenn andere ein bisschen mitlesen. Ich muss nicht jeden Tag posten. Und erst recht nicht großartige Neuigkeiten und Erkenntnisse. Das Jahr Pause tat mir gut, um das Schöne am Bloggen wiederzufinden. Und nun kommst du und gibst mir einen Anstoß jetzt loszulegen. DANKE! Und ganz nebenbei: Ich schneie immer mal wieder hier bei dir vorbei - und erfreu mich an Fotos wie an Texten, egal wann und wie oft. Herzlichst, Andrea

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    1. liebe andrea, das ist wunderbar zu lesen, ich freue mich total, dass dir meine worte den letzten ruck geben konnten. und genauso ist es, man schreibt eigentlich für sich und freut sich, dass andere mitlesen, unter druck funktioniert sowas nicht gut.
      alles gute für deinen blog, da schaue ich jetzt mal vorbei :)
      liebst, anna

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  15. Ich finde es wirklich schade, dass Du auf Fragen, gerade bei Instagram, nie antwortest. Habe wirklich schon so oft etwas gefragt u nie eine Antwort erhalten. Aber nun gut, Du wirst Deine Gruende haben.
    Aber andere Blogger schaffen es auf jeden Fall auch.

    Sorry fuer die Kritik... aba ich mag so etwas gar nicht.

    Liebe Gruesse
    Maria aus dem schoenem Kreuzberg.

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    1. schade maria, dass du keine mailadresse hinterlassen hast, hätte dich gern persönlich angeschrieben. beim nächsten mal, schreib mich doch einfach per mail an, bei instagram verliere ich oft den überblick bei kommentaren, da jeder like immer ne meldung über einen kommentar verdrängt und ich nicht immer die bilder checke.
      ich geb mir große mühe, immer zu antworten. wenn ich etwas mal übersehe, dann nicht absichtlich, was hätte ich davon? nimm das also nicht persönlich. wenn du fragen hast, dann gern auch hier.
      alles liebe
      anna

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